Engineering Life

In der synthetischen Biologie werden Molekularbiologie und Biotechnologie zu einem Forschungsfeld zusammengeführt, das sich in den letzten Jahren rasant entwickelt hat und das die aus der Gentechnik bekannten technischen Möglichkeiten und Fertigkeiten erweitert. Oft wird als Ziel dieser Forschung die „Erschaffung von neuen Organismen“ genannt, eine Beschreibung, die zwangsläufig öffentliche und politische Aufmerksamkeit weckt.

Das Projekt Engineering Life bringt Philosophen, Theologen, Forscher aus dem Bereich Technikfolgenabschätzung und Wissenschaftler aus der synthetischen Biologie selbst zusammen, um den ethisch-philosophischen und theologischen Begriffsrahmen zu analysieren, in dem sich die synthetische Biologie bewegt, das Nutzen- und Risikopotential dieser Forschung zu beurteilen und zu analysieren, ob und inwieweit die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland den zukünftigen Herausforderungen durch die synthetische Biologie gewachsen sind.

Das Gesamtprojekt dient dazu, die öffentliche und fachliche Diskussion zu vertiefen und weiterzuführen und politische und rechtliche Entscheidungsfindung zu unterstützen

Drei Fragen stehen im Mittelpunkt der Projektarbeit:

1. Was sind die Unterschiede zwischen Gentechnologie und synthetischer Biologie? Wie kann die Forschung der synthetischen Biologie begrifflich aus sozialer, ethischer und rechtlicher Perspektive gefasst werden?

2. Welche Rolle spielt es für die soziale, ethische und rechtliche Bewertung der Forschung, dass die synthetische Biologie Lebendiges auf spezifische Weise verändert und herstellt?

3. Welche politischen oder rechtlichen Begleitmaßnahmen oder Regulierungen erscheinen angemessen, um Risiken der Forschung zu minimieren und Nutzen zu maximieren?