Ethik

Synthetisierung von Leben – Zu den ethischen Implikationen der synthetischen Biologie (Teilprojekt 1)

Go to English versionDas Teilprojekt Ethik beschäftigt sich mit der Analyse von Schlüsselkonzepten der synthetischen Biologie und evaluiert deren Gebrauch vor dem Hintergrund breitere philosophisch-ethischer Debatten um den Lebensbegriff, den Wert des Lebens und die Beziehung des Menschen zur Natur. So werden die möglichen Bedeutungen von „neue Lebensform“, „Erschaffung“ und „living machine“ untersucht und es wird geklärt, wie der ontologische Status synthetischer Organismen zu beschreiben ist. Es wird außerdem untersucht, welche Prämissen generell dazu führen, Lebendigem einen Wert zuzuschreiben und bestimmte Haltungen dem Lebendigen gegenüber einzunehmen. Es wird darüber hinaus spezifisch analysiert, ob sich der Übergang von der Gentechnik zur synthetischen Biologie als Übergang von einer Perspektive der Manipulation zu einer der Kreation beschreiben lässt.

Zunächst soll analysiert werden, welche Rolle der Begriff des Lebens und der der Herstellung „neuer“ Lebensformen in der synthetischen Biologie spielen und welche ontologischen Annahmen damit einhergehen. Anschließend werden normative Implikationen des Lebensbegriffs identifiziert und auf ihre Relevanz für die synthetische Biologie geprüft. Schließlich wird geprüft, inwieweit ein auf dieser Basis entwickelter Kriterienkatalog auf die Nutzen-Risiko-Analyse und die juristischen Fragestellungen einwirken kann und soll.

Leitung: Dr. Oliver Müller, Dr. Joachim Boldt, Prof. Dr. Giovanni Maio

Wissenschaftliche Bearbeitung: Tobias Eichinger, M.A.

Institut für Ethik und Geschichte der Medizin, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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