Theologie

Leben schaffen – Gott spielen? Eine theologische Analyse der Synthetischen Biologie (Teilprojekt 2)

Go to English versionDas Projekt wird vom theologischen Standpunkt aus
(1) die Bedeutung und die Funktion der im Diskurs zur Synthetischen Biologie gehäuft auftretenden Formel „playing God“ analysieren, (2) das Konzept „Schöpfung“, das hinter dem Vorwurf des „playing God“ steht, im Hinblick auf seine Relevanz für die Debatten zur Synthetischen Biologie untersuchen und (3) die anthropologischen Implikationen der Synthetischen Biologie durch eine Analyse der insbeosndere in den USA diskutierten Vorstellung des Menschen als „created co-creator“ erheben. In einem ersten Schritt wird mittels Literaturanalyse der aktuelle Stand der Diskussion zu „playing God“ sowie zu den Konzepten „Schöpfung“ und „created co-creator“ erhoben. In der zweiten Phase wird auf dieser Grundlage ein Strukturmodell erarbeitet, das die Ergebnisse der Analyse für die weiteren Projektphasen bündelt und aufbereitet. In der Mitte des Projektes wird ein international besetztes Smyposion durchgeführt, das die bis dahin erzielten Erkenntnisse in einem interdisziplinären Rahmen zur Diskussion stellt.

Ziel des Projektes ist es, in Verbindung mit den anderen Teilprojekten eine umfassende Beschreibung und Analyse des Diskurses zur Synthetischen Biologie mit Schwerpunkt auf den religiös imprägnierten Vorstellungen und Formeln zu liefern, die insgesamt zu einer Klärung und Versachlichung der Debatten sowie zu einer differenzierten ethischen, rechtlichen und sozialen Beurteilung beitragen. Die erwarteten Ergebnisse werden in Artikeln und einem Sammelband publiziert und sind insbesondere für Wissenschaftler sowie ggf. für Beratungsgremien und die öffentliche Kommunikation interessant.

Leitung: Prof. Dr. Peter Dabrock, Dr. Jens Ried

Wissenschaftliche Bearbeitung: Harald Matern, MTh

Institut für Systematische Theologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

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